
Was die Bevölkerungszahl betrifft, gehört die Gemeinde Heřmanice mit ihren weniger als 250 Bewohnern zu den kleinsten Gemeinden im Kreis Frýdlant. Heřmanice ist ein ruhiges Dorf an der polnischen Grenze, was aber nicht immer so war. Diese Ruhe wird auch nicht durch Autos oder die schnell durch den Ort fahrenden Busse des Verkehrsunternehmens ČSAD gestört, die den Verkehr zwischen Dětřichov, Kunratice und vor allem Frýdlant sichern.
Die Häuser der Gemeinde erstrecken sich vor allem entlang der Landstrasse, die, als der Grenzübergang noch offen war, vom angrenzendem Dětřichov bis nach Polen führte. Die Landstrasse nach Dětřichov zeichnet den mäandrierenden Lauf des Flüsschen Oleška nach, das im Isergebirge unter dem Berg Špičák (723 m) entspringt und weiter durch Dětřichov und Heřmanice bis nach Polen fließt. Zur Gemeinde Heřmanice gehört noch ein weiteres Katastergebiet, die Siedlung Kristiánov. Diese Siedlung liegt versteckt in den Wäldern westlich von Lipový vrch (Lindengipfel) und zwei Kilometer südöstlich von Heřmanice (blau markierter Wanderweg und Radweg Nr. 3039).
Erfreulich ist die Tatsache, dass in Heřmanice nie Neubaublöcke erbaut wurden. Architektonisch sehenswert sind zweifellos die Umgebindehäuser und Fachwerkhäuser der Gemeinde, die sorgfältig gepflegt werden und dem Auge so angenehm und auffallend sind wie Walderdbeeren auf einer kleinen Waldwiese. Dies alles wird ergänzt durch Basaltergussgesteine, die an Orgelpfeifen erinnern. Der bedeutendste Basaltfelsen ist der Kodeschfelsen (Kodešova skála), er wurde zum Naturdenkmal erklärt. In der Nähe der Gemeinde befindet sich ein Basaltsteinbruch.
